Migrationsgeschichte als Teil der Freiburger Stadtgeschichte

Rund 25 Prozent aller Freiburger Bürger*innen haben heute migrantische Bezüge. Viele von ihnen haben vorher in anderen Ländern gelebt. Sie haben Lebenserfahrung, sind oft mehrsprachig, besitzen eine hohe interkulturelle Kompetenz und leisten einen wesentlichen Beitrag zum gelingenden Zusammenleben in unserer Stadt. Teilhabe und Gleichberechtigung, Identität und Veränderung sind wichtige Aspekte dieser Realität.
Schauen wir genauer auf die Geschichte der Stadt Freiburg, dann stellen wir fest, dass Freiburg schon immer stark durch Einwanderung geprägt wurde. Stadtgeschichte ist Migrationsgeschichte. Dieser Realität trägt das Kulturamt der Stadt Freiburg seit 2012 in Form eines mehrjährigen Forschungsprojekts Rechnung.
Wissenschaftler*innen sowie Journalist*innen und Migrant*innen haben unter der Federführung des Stadtarchivs die Geschichte der Stadt neu hinterfragt: von der Einwanderung der Savoyarden seit dem 16. Jahrhundert bis zur Frage der politischen Partizipation von Migrant*innen in der Gegenwart. Geforscht wird auch nach Plätzen und Orten in der Stadt, die Migrationsgeschichte sichtbar machen.


