Mobilfunkausbau: Aktueller Stand in Freiburg

Das Mobilfunknetz in der Stadt Freiburg wird von den Netzbetreibern Telekom, Vodafone, Telefònica und 1&1 betrieben und ausgebaut. Die Stadt Freiburg setzt sich für einen koordinierten Mobilfunkausbau ein und unterstützt die Netzbetreiber bei der Standortsuche. Die Stadtverwaltung stellt hier, wo notwendig, sinnvoll und umsetzbar, auch eigene Grundstücke als Mobilfunkstandort zur Verfügung.
Mobilfunkstandards und aktueller Sachstand
Das Mobilfunknetz befindet sich deutschlandweit laufend im Umbau. Treiber sind sich ändernde Anforderungen und stetig steigende Datenraten und Nutzer*innen. Die derzeit aktiven Mobilfunkstandards sind:
2G-Standard: der älteste Mobilfunkstandard wird weiterhin vor allem für die Telefonie, SOS-Systeme und Maschinenkommunikation genutzt. Perspektivisch wird dieser Mobilfunkstandard aber abgeschaltet werden. So hat dies z.B. die Deutsche Telekom für Sommer 2028 und Vodafone für Dezember 2028 angekündigt.
4G (LTE)-Standard: wird für die mobile Datenübertragung aber auch die Sprachübertragung genutzt. Es ermöglicht eine schnelle Datenübertragung und bleibt bis auf Weiteres bestehen um auch den Handys einen Empfang zu ermöglichen, die nicht 5G-fähig sind.
5G-Standard: Der Ausbau auf den neuen 5G-Standard, welcher eine deutlich höhere Kapazität zu Übertragung von Daten und Abdeckung von Nutzern hat, wird aktuell von den Mobilfunkbetreibern vorangetrieben. Dazu ist eine Modernisierung der bestehenden Anlagen notwendig. In einem Großteil des Freiburger Stadtgebietes ist damit zumindest von einem Netzbetreiber 5G verfügbar. Noch bestehen aber Lücken im 5G-Netz, welche jeder Netzbetreiber einzeln schließen muss. Auch ist das 5G-Netz noch nicht so schnell wie es sein könnte, wie Veröffentlichungen von Messdaten nahelegen (Opensignal).
Aufgrund der Aufrüstung kann es an den jeweiligen Standorten kurzfristig zu einer schlechteren Netzverfügbarkeit kommen. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Netzbetreiber, gerne aber auch an die Stadtverwaltung (Kontakt siehe unten).
Mobilfunkmessung
Um den Freiburger*innen eine transparente Übersicht über die Verfügbarkeit des Mobilfunknetzes vor Ort zu ermöglichen, führt die Stadtverwaltung zwischen Januar und Juni 2026 die Messung der Mobilfunkversorgung auf den Straßen der Stadt durch. Hierfür wurden Messgeräte auf städtischen Fahrzeugen befestigt. Zu sehen sind punktuelle Messwerte der 3 Betreiber Telefonica, Telekom und Vodafone für die Netze 4G und 5G.
Auf der Karte kann zur Übersicht eine Einschränkung nach Betreiber und gewünschtem Netz vorgenommen werden. Die Legende erscheint über das Infosymbol.
Wichtig: die Werte sind erst dann wirklich aussagekräftig, wenn wiederholt der gleiche oder ähnliche Wert gemessen wurde.
Für 1&1 erfolgte noch keine Messung, da diese noch weitgehend das Netz der Vodafone nutzen. Die Messung des 2G Netzes wurde ebenfalls nicht einbezogen, da dieses in naher Zukunft abgeschaltet werden wird.
Genutzt werden können die Daten von Bürger*innen, der Stadtverwaltung und den Netzbetreibern z.B. um:
- festzustellen welches Mobilfunknetz an den Orten, an denen man sich häufig aufhält die beste Verfügbarkeit aufweist
- zu schließende Lücken zu identifizieren
- den Fortschritt des aktuellen 5G-Ausbaus zu monitoren
- bei der Bundesnetzagentur das Recht auf schnelles Internet am Wohnort durchzusetzen. Dieses ist Technologieneutral, das heißt wer bislang ein schlechtes Festnetz vorwies, wurde mit Verweis auf das Gigabit-Grundbuch und die dortigen Versorgungsdaten der Mobilfunkbetreiber abgewiesen.
Die Daten sind via open source über den Geodatenkatalog und den Daten:Raum:Freiburg verfügbar und können herunter geladen werden.
Weiterführende Informationen
- Möchten Sie sich zu dem neuen 5G-Netz informieren?
Informationen des Bundes finden Sie auf Deutschland spricht über 5G oder über das Bundesamt für Strahlenschutz BfS - 5G. - Möchten Sie sich über die Netzabdeckung Ihres Betreibers informieren?
Dies ist über die Seite der Bundesnetzagentur Mobilfunk-Monitoring Karte möglich. Hier lassen sich Filter zu Mobilfunkanbietern und Mobilfunkstandard für die Region anlegen. Sie können auch direkt die Seite des Netzbetreibers Ihrer Wahl nutzen. Funklöcher sind in einer weiteren Karte der Bundesnetzagentur aufgezeichnet: Funklochkarte.
Die Stadtverwaltung hat zeitlich begrenzt (Januar bis Juni 2026) eigene Messdaten zur Mobilfunkverfügbarkeit erhoben (siehe oben). - Möchten Sie eine Minderleistung im Mobilfunk nachweisen?
Ab dem 20.04.2026 können Sie mit einer Mess-App der Bundesnetzagentur nachweisen, ob es Unterschiede zwischen der vertraglich vereinbarten Leistung mit Ihrem Netzbetreiber und der tatsächlich ankommenden Leistung auf Ihrem mobilen Endgerät gibt. Dies analog zu einem Verfahren, welches im Festnetzbereich bereits existiert. Die App nennt sich „Breitbandmessung Nachweisverfahren Mobilfunk“ und ist in den gängigen App-Stores kostenfrei verfügbar. - Möchten Sie sich über die Standorte von Funkanlagen informieren?
Die Bundesnetzagentur unterhält dazu die Seite Funkanlagen und elektromagnetische Felder. Hier sind alle meldepflichtigen Funkanlagen gelistet, auch z.B. Amateurfunkanlagen. - Möchten Sie dazu beitragen, dass Funklöcher sowie die tatsächliche Übertragungsrate besser kartiert und aufgedeckt werden kann?
Die Funkloch-App Mobil testen | Breitbandmessung der Bundesnetzagentur kann über Ihren App Store auf das Handy geladen werden. Diese App läuft im Hintergrund und meldet bestehende Funklöcher an die Bundesnetzagentur. Diese dauerhaften Messungen benötigen allerdings viel Energie und sollten daher nur ganz bewusst gestartet werden.
Die daraus gesammelten Daten können über die Funklochkarte betrachtet werden: Funklochkarte.
Eine weitere App um das aktuelle Netz zu messen und als Bürger*in aktiv zu werden, Stichwort citizien science, ist Opensignal. Auch diese Daten werden für die Auswertung des Mobilfunknetzes genutzt. So zum Beispiel um die reale Latenz (die Zeit die ein Datenpaket für den Versand benötigt) nachzuweisen (Veröffentlichungen dazu im Sommer 2025). - Möchten Sie sich über wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema elektromagnetische Felder informieren?
Besuchen Sie gerne die Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz. Hier lässt sich auch ein Newsletter abonnieren, indem die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen getragen werden.
Kontakt
Anita Kleiber
Digitales und IT (DIGIT)
Projektkoordinatorin digitale Infrastruktur
anita.kleiber@freiburg.de
Netzbetreiber und Tower Companys wenden sich mit Anfragen bitte an:
mobilfunk-ska@freiburg.de
Letzte Bearbeitung: 16.04.2026