Pressemitteilung vom 18. Mai 2026
Erst Windkraft, jetzt Photovoltaik: Freiburg startet in den Solarsommer
- Bis Ende Oktober gibt es zahlreiche Veranstaltungen, Mitmachaktionen und Workshops
- Tierschutzverein Freiburg im Breisgau e.V. erhält einen Zuschuss zur geplanten Photovoltaikanlage
- BMin Buchheit: „Der Solarsommer soll die Solaroffensive beschleunigen“
Sommer, Sonne und Solarenergie: Bei einer Pressekonferenz hat Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit den Auftakt zum städtischen Solarsommer gegeben – mit zahlreichen Veranstaltungen, Mitmachaktionen und Workshops. Bereits 2023 hat die Stadt ihre Photovoltaik- und Windkraftoffensive vorgestellt. Seitdem ist der Ausbau der Windkraft mit neuen Anlagen auf der Holzschlägermatte, dem Taubenkopf und dem Rosskopf deutlich vorangekommen. In den kommenden Monaten und Jahren richtet sich der Fokus verstärkt auf Freiburgs Dächer, um mehr Solarenergie zu erzeugen und die Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.
BMin Christine Buchheit betonte gegenüber der Presse Freiburgs lange Tradition als Solarstadt: „Bereits in den 1990er Jahren setzte Freiburg mit dem ‚Solarpfennig‘ wichtige Impulse zur Förderung erneuerbarer Energien. An diese Pionierrolle wollen wir wieder anknüpfen und das große Potenzial der Solarenergie auf unseren Dächern konsequent nutzen. Heute startet Freiburg in den Solarsommer, mit dem wir Unternehmen, Stadtgesellschaft und Initiativen für diesen Weg gewinnen wollen. Das soll unsere Solaroffensive beschleunigen.“
Deshalb will die Stadt mit dem Solarsommer Freiburger*innen bei ihrer privaten Energiewende unterstützen. Das „Solarmobil“, ein Info- und Mitmachfahrzeug, ergänzt die bestehende Quartiersarbeit. Bis Ende Oktober besucht der mobile Fahrradanhänger verschiedene Veranstaltungen. Unabhängige Fachleute beraten vor Ort zu Photovoltaik, Fördermöglichkeiten und den ersten Schritten zur eigenen Solaranlage. Und die ist inzwischen mehr als nur die Photovoltaik-Module auf dem Dach und der Batterie-Speicher im Keller: Sie ist der Ausgangspunkt zu einer unabhängigeren, eigenen Energieversorgung und kann auch die Wallbox fürs E-Auto sowie in den Übergangszeiten die Wärmepumpe für die Heizung mitversorgen. Mehr Informationen dazu finden sich auch online unter www.freiburg.de/solar.
Außerdem bringt der Solarsommer das Thema Sonnenenergie an Freiburgs Schulen. Fortbildungen unterstützen Lehrer*innen dabei, passende Unterrichtsmaterialien vorzubereiten und Solarenergie langfristig im Lehrplan zu verankern. Bei einer Auto-Solarrallye treten verschiedene Teams gegeneinander an und bauen aus Modulen, Motoren und Zahnrädern ihre eigenen Solarautos. So lernen die Schüler*innen spielerisch die Grundlagen der Sonnenenergie und verbessern gleichzeitig ihre handwerklichen Fähigkeiten. Ergänzend geben Schulworkshops Einblicke in mögliche Berufsperspektiven in der Solarbranche.
Öffentliche Mitmachformate runden das Angebot ab: Geplant sind Radtouren, Spaziergänge, Infostände und DIY-Workshops – bei Letzteren lernen Erwachsene und Jugendliche beispielsweise, ihre eigenen kleinen Balkonkraftwerke zu bauen. Ein zentraler Kalender unter www.freiburg.de/soso bündelt alle Veranstaltungen und sorgt für einen Überblick.
Mit dem Solarsommer möchte Freiburg seinem Ziel der Klimaneutralität ein weiteres Stück näherkommen: Verglichen mit 2020 muss sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik bis 2030 verfünffachen. In Zahlen bedeutet das eine Steigerung von fast 200 Gigawattstunden – von derzeit 96 auf 280 Gigawattstunden. Beste Voraussetzungen bietet dabei das lokale Klima: Mit knapp 2.700 Sonnenstunden pro Jahr gehört Freiburg zu den sonnigsten Städten Deutschlands.
Im Rahmen der Pressekonferenz am Montagvormittag erhielt der Tierschutzverein Freiburg im Breisgau e.V. einen Zuschuss zur sich im Bau befindlichen Photovoltaikanlage. BMin Buchheit freut sich: „Die Verbindung von Klimaschutz, verantwortungsvollem Ressourceneinsatz und dem Engagement für das Wohl der Tiere zeigt, wie nachhaltiges Handeln ganz konkret vor Ort wirken kann.“
Die Stadt veranstaltet den Solarsommer gemeinsam mit der Energieagentur Regio Freiburg sowie den Vereinen fesa e.V., Solare Zukunft e.V. und Balkon.Solar e.V.. Bürger*innen, Unternehmen, Initiativen sowie alle, die sich am Solarsommer beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Ideen und Beiträgen beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg zu melden.