Daten zu 4G- und 5G-Netzen
Karte wird Mobilfunkversorgung zeigen

Wie gut ist der Mobilfunk in Freiburg tatsächlich? Erstmals gibt es jetzt umfassende, systematisch erhobene Messdaten zur Mobilfunkversorgung im gesamten Freiburger Stadtgebiet. Ziel ist es, die Netzabdeckung der 4G- und 5G-Netze transparent und nachvollziehbar darzustellen – für Bürger*innen, Verwaltung und Unternehmen.
Bisher gab es keine flächendeckenden Daten
Bislang gab es keine flächendeckenden, real gemessenen Daten zur Mobilfunkversorgung in Freiburg. Verfügbare Informationen basierten häufig auf Modellrechnungen oder waren nur punktuell erhoben. Um ein realistisches Bild zu erhalten, führt die Stadt deshalb von Januar bis Juni 2026 systematische Messfahrten durch. Dafür kommen Messgeräte zum Einsatz, die auf Fahrzeugen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sowie weiteren städtischen Fahrzeugen installiert sind. Bereits jetzt liegen aussagekräftige Ergebnisse vor, die auf einer Übersichtskarte veröffentlicht werden.
Messwerte von Telefónica, Deutsche Telekom und Vodafone
Erfasst werden punktuelle Messwerte der drei großen Netzbetreiber Telefónica, Deutsche Telekom und Vodafone – jeweils für die 4G- und 5G-Netze. Alle erhobenen Daten sind öffentlich zugänglich. Sie können über das städtische GIS-Portal FreiGIS sowie unter www.freiburg.de/mobilfunk eingesehen werden.
Darüber hinaus stehen die Datensätze als Open-Source-Geodaten zur Verfügung und können für eigene Analysen heruntergeladen und weiterverwendet werden – etwa im Geodatenkatalog oder über Daten:Raum:Freiburg.
Das Netz von 1&1 wird derzeit noch überwiegend über das Vodafone-Netz realisiert und kann daher nicht separat ausgewertet werden. Das 2G-Netz wurde nicht berücksichtigt, da dessen Abschaltung absehbar ist.
Was die Daten leisten – und was nicht
Die Messungen zeigen, wo die Mobilfunkversorgung bereits gut ist und wo noch Lücken bestehen. Daraus ergeben sich konkrete Anwendungsmöglichkeiten: Bürger*innen können prüfen, welches Netz an häufig genutzten Orten die beste Verfügbarkeit bietet. Die Stadt kann außerdem gezielt mit Netzbetreibern in den Austausch gehen, um bestehende Versorgungslücken zu schließen.
Mit der Veröffentlichung der Messdaten schafft die Stadt eine fundierte Grundlage für mehr Transparenz und eine gezielte Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur.