Theater Freiburg
Leslie Suganandarajah wird neuer Generalmusikdirektor

Leslie Suganandarajah wird neuer Generalmusikdirektor am Theater Freiburg. In einem mehrstufigen Auswahlprozess setzte sich Suganandarajah gegen insgesamt 129 Bewerber*innen durch.
„Wir freuen uns, dass wir Leslie Suganandarajah als neuen Generalmusikdirektor für das Freiburger Theater gewinnen konnten. Überzeugt hat Suganandarajah die Auswahlkommission als Künstlerpersönlichkeit mit einer präzisen Technik und genauen Arbeitsweise mit dem Philharmonischen Orchester, mit dem Ensemble und dem Chor. Wir sind überzeugt, dass er in der Nachfolge von André de Ridder den fruchtbaren und kreativen Dialog mit den unterschiedlichsten Akteuren der Musikstadt Freiburg fortführen wird“, so Kulturbürgermeister Roland Meder.
„Mit Leslie Suganandarajah gewinnen wir einen starken künstlerischen Partner für unser Haus, der gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg immer wieder neue musikalische Räume erschließen wird. Er verbindet ein facettenreiches Repertoire mit einem differenzierten Verständnis unterschiedlicher Aufführungspraxen und einer großen Offenheit für verschiedene künstlerische Zugänge. Seine präzise und konzentrierte Arbeitsweise passt perfekt zu einem Mehrspartenhaus wie dem Theater Freiburg, das künstlerische Zusammenarbeit und interdisziplinäres Denken konsequent lebt. Wir freuen uns außerordentlich auf die gemeinsame Arbeit“, so Intendant Felix Rothenhäusler.
Leslie Suganandarajah wurde 1983 in Colombuthurai in Sri Lanka geboren, zog als Zweijähriger mit seiner Familie nach Deutschland und wuchs in Hannover auf. Während der Schulzeit lernte er Klavier, Querflöte und Orgel. 2002 begann er sein Musikstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, ehe er zwei Jahre später nach Lübeck wechselte. Dort studierte er Klavier bei Jacques Ammon sowie Dirigieren bei Gerd Müller-Lorenz. Sein Dirigierstudium schloss er bei Nicolas Pasquet, Anthony Bramall und Gunter Kahlert ab.
2011 wurde Suganandarajah in das Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats aufgenommen und erhielt das Hermann-Hildebrandt-Stipendium für junge Dirigenten. Dies führte ihn in der Spielzeit 2014/15 als Assistenzdirigent von Michael Sanderling und zur Dresdener Philharmonie. Seine erste Anstellung trat er zur Spielzeit 2012/13 als Kapellmeister am Theater Koblenz an, 2017 wechselte er in gleicher Funktion ans Landestheater Linz bevor er 2019 an das Salzburger Landestheater berufen wurde, wo er seither als Musikdirektor wirkt.
Leslie Suganandarajah verfügt über eine umfangreiche und vielseitige Erfahrung mit verschiedenen Orchestern an diversen Häusern, sowohl im Bereich des symphonischen Konzerts, als auch in der Oper. Seine Vertraut- und Versiertheit mit klassischem Repertoire zeichnen ihn dabei ebenso aus wie sein Interesse für Werke von Komponist*innen, die bisher weniger aufgeführt werden.
In Salzburg stellte er sich mit einer Neuproduktion von Wagners Lohengrin vor; es folgten u.a. Verdis Aida, Bizets Les pêcheurs de perles, Richard Strauss‘ Der Rosenkavalier sowie Stuart Macraes Anthropocene. In der Saison 2025/26 dirigiert er außerdem Neuproduktionen von Wagners Der fliegende Holländer, Tchaikowskis Eugen Onegin, sowie Vivan & Ketan Bhattis Berlin Alexanderplatz sowie sein Debüt an der Volksoper Wien mit J. Strauß/M. Eisenreich’s Aschenbrödels Traum. Im Sommer 2024 war er zudem bei den Eutiner Festspielen zu Gast und leitete Carl Maria von Webers Der Freischütz.
Im symphonischen Repertoire gleichermaßen zu Hause, wurde er zu den Spielzeiten 2026/27 und 2027/28 als Chefdirigent der Konzertsparte am Oldenburger Staatstheater ernannt; zu seinen jüngsten und bevorstehenden Gastaufritten zählen Engagements beim Bruckner Orchester Linz, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Norwegischen Rundfunkorchester, dem National Symphony Orchestra of Ireland, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Ulster Orchestra, den London Mozart Players, der Calgary Philharmonic sowie dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra.