Für die Ernährungswende

Bewusstseinsbildung

Besen und Mistgabeln an einer Wand

Wer versteht, wie Ernährung, Gesundheit und Klimaschutz zusammenhängen und erkennt, dass auch das eigene Tun eine Rolle spielt, kann etwas ändern. Darum will die Stadt ein Bewusstsein dafür schaffen, gerade bei Kindern und Familien. Auch hier muss das Rad nicht neu erfunden werden: In Freiburg gibt es viele institutionelle und ehrenamtliche Bildungspartner*innen mit viel Expertise, mit der die Stadt zusammenarbeitet.

Projekte

Ernährungsbildung in Schulen

Apfelsaftpresse mit zwei Kindern von hinten

Das Amt für Schule und Bildung baut das ernährungspädagogische Angebot an öffentlichen Schulen immer weiter aus. Dazu wurde ein Ernährungsbildungs-Netzwerk gegründet und mit WIZZN eine Online-Plattform für außerschulische Lernangebote eingerichtet. In den Schulen selbst gibt es Formate und Workshops rund um verschiedene Lebensmittel. Alle Caterer, die Mittagessen anbieten, sollen möglichst regional und saisonal kochen und werden durch Fahrten zu ihren Erzeugerbetrieben oder Produktionsstätten in die pädagogischen Angebote eingebunden. 

Zusätzlich bietet das Amt Projekte und regelmäßige Veranstaltungen an, um auch die Schulkindbetreuung und weitere Akteure in diesem Thema weiterzubilden, zu vernetzen und zu unterstützen. 

Lernort Mundenhof

Gedeckte Tische in einer Kindertagesstätte

Auf dem Mundenhof wird das seit Jahren ausgebuchte Umweltbildungsangebot KonTiKi (Kontakt Tier Kind) seit 2023 ergänzt um einen 2.000 Quadratmeter großen, frei zugänglichen Weltacker. Bei Führungen und Schulklassen-Workshops zeigt der Verein Weltacker Freiburg hier die globalen Zusammenhänge unserer Ernährung auf.

Mit der Zukunftsschmiede entsteht außerdem ein neues Angebot für Schulgruppen und Multiplikator*innen mit Workshopräumen, einer Lehrküche und einem „essbaren“ Zukunftsgarten. Langfristig soll hier ein Erlebnishof für alle entstehen, die die landwirtschaftlichen Wurzeln des Mundenhofes und eine nachhaltige und regionale Produktion von Nahrungsmitteln erleben möchten.

Agrikulturfestival

Kartoffeln in einer Großküche

Das seit 2012 stattfindende Agrikulturfestival ist ein wichtiger Treffpunkt zum Thema nachhaltige Ernährung. Es wird zunehmend auch international wahrgenommen und findet bereits erste Ableger in anderen Städten. Die Stadt unterstützt das Festival nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich, zum Beispiel durch Ausstellungen oder Infostände.

Food for Future Freiburg

Logo mit Schriftzug "Food for Future Freiburg"

Das Projekt Food for Future Freiburg wendete sich an Gastronomiebetriebe und deren Gäste. Es will zeigen, dass eine klimafreundliche Ernährung nicht unbedingt mit Verzicht, sondern auch einem Gewinn an Genuss und Lebensqualität einher geht. Ähnlich dem bekannten „Stadtradeln“, wurden anhand von Klimagerichten die Emissionseinsparungen des persönlichen Konsumverhaltens aufgezeigt. Begleitet von zahlreichen Aktionen während der Projektlaufzeit vermittelt die Projektwebseite Hintergrundinformationen, eine Rezeptsammlung und eine kostenlos ausleihbare Wanderausstellung zum Thema. Erarbeitet und erprobt wurde das Projekt 2021 und 2022 von der Energieagentur Regio Freiburg in Kooperation mit dem Umweltschutzamt. 2023 wurden die Inhalte durch den Ernährungsrat verbreitet und ein Aktions-Monat durchgeführt. Die dritte Projektphase bis August 2024 richtete sich vor allem an Partner*innen aus der Gastronomie.

Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
Telefon (Sekretariat) +49 761 2016101
Fax +49 761 2016199

Florian Fletschinger 
Klimaschutzmanager
 
T +49 761 201-6148
florian.fletschinger@freiburg.de